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Meiner Überzeugung nach hat ein Unternehmen seine Orientierungsmeridiane zeitgerecht und dauerhaft so auszurichten, dass sie ihm dabei helfen die ihm zugewiesenen Aufgaben verlässlich und qualitätsvoll zu erfüllen. Einer dieser Meridiane ist die Ausgewogenheit zwischen Fremd- und Eigenbild durch die Schaffung von Unternehmens-Verhalten, Erscheinungsbild und Kommunikation im Binnenbereich des Unternehmens aber auch gleichzeitig in der Wirkung nach außen – der Corporate Identity. Ist der Begriff auch noch vergleichsweise jung, so ist doch das Konzept hinter ihm wesentlich älter. Es beginnt bereits mit der frühindustriellen Phase, in der die Person, meist des Firmengründers oder Inhabers, uneingeschränkt für Charakter, Ziele und werbliches Auftreten seines Unternehmens standen (z.B. Siemens, Krupp, Bosch). Ein zweiter Abschnitt, beginnend in den 1920er Jahren, könnte als markentechnische Periode des kommunikativen Firmenlogos bezeichnet werden, in der bis in die Typologie unverwechselbare Bilder oder Logos für die Herkunft eines bestimmten Produktes und damit gleichzeitig für das unverbrüchliche öffentliche Vertrauen in dessen Qualität standen (z.B. Siemens, Daimler-Benz, Maggi, Odol, Osram). Unter dem Motto "Hässlichkeit verkauft sich schlecht" folgte schließlich in den 1950er Jahren die Design-Periode, in der die Entwicklung klassischer Produkt-Design-Konzepte (Corporate Design) die Voraussetzung für den Übergang in die imagebedachte "strategische Periode" der siebziger und folgenden Jahre lieferte, in deren Klima auch der Begriff der Corporate Identity geschaffen wurde. Der Landes-Rechnungshof hat der Entwicklung des Corporate Designs große Aufmerksamkeit geschenkt, umso mehr freut es mich als Ergebnis dieser Bemühungen mit dem "Adebar 2004" ausgezeichnet worden zu sein. Dipl. Ing. Franz M. Katzmann
Bgld. Landes-Rechnungshofdirektor
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